Interview mit Familie Cramer

Der 15-Jährige Florian Cramer ist einer von 360 Stipendiaten des Deutschen Bundestages, die über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm, ein Schuljahr in den USA verbringen. Auch sein Vater war vor rund 30 Jahren als Stipendiat in den Vereinigten Staaten. Jetzt, kurz vor Florians Abreise, hat sich Familie Cramer noch einmal zusammengesetzt und mit uns über das Abenteuer Schüleraustausch gesprochen. Florian wird mit Partnership International e.V. sein Auslandsjahr in den USA verbringen.

Als Jugendlicher waren Sie, Herr Cramer, selber als Stipendiat in den USA. Was ist Ihnen von Ihrer Zeit dort noch besonders in Erinnerung geblieben?

Herr Cramer: In besonderer Erinnerung geblieben sind mir die tollen Menschen, die ich während meiner Austauschzeit in den USA getroffen habe. Auch war es für mich eine schöne Erfahrung in einem fremden Land zurechtzukommen. Das hat mich bis heute geprägt.

Wie ist heute der Kontakt zur damaligen Gastfamilie und zu Freunden aus Ihrer Austauschzeit?

Herr Cramer: Wir haben heute, nach fast 30 Jahren, noch immer sehr guten Kontakt mit Freunden und Lehrern aus den USA. Über Jahre ist dieser Kontakt durch viele Besuche und Gegenbesuche gewachsen. Drei gute Freunde aus Deutschland, die mit mir im PPP waren, sind sogar Trauzeuge und Taufpate geworden. Zu meiner Gastfamilie war das Verhältnis während des Austauschjahrs nicht ganz so einfach. Das war für mich eine große Herausforderung, aber aufgrund der guten Freundschaften in der Schule habe ich mich in den USA sehr wohl gefühlt. Da ich zum Austauschzeitpunkt schon 18 Jahre alt war, hatte ich die Möglichkeit am Wochenende und in den Ferien viel zu reisen und konnte somit viel vom Land sehen.

Wie bist Du, Florian, auf die Idee gekommen, Dich für das PPP zu bewerben? Haben die Erfahrungen Deines Vaters Dich beeinflusst?

Florian: Als wir 2013 Freunde von meinem Vater in den USA besucht haben, bin ich das erste Mal auf die Idee gekommen einen Austausch zu machen. Damals wusste ich noch nichts vom PPP. Als ich dann aber älter wurde und die richtige Zeit war, um ein Auslandsjahr zu machen, habe ich meinen Vater gefragt, wie er das früher gemacht hat. Nachdem er mir vom PPP erzählt hatte, habe ich gedacht, verlieren kann ich ja nichts , also habe ich mich beworben, und war überglücklich, dass es geklappt hat.

Wie haben Sie als Familie reagiert, als sich Florian für das PPP-Stipendium in Ihrem Wahlkreis beworben hat und zum Stipendiaten ernannt wurde?

Familie Cramer: Wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass unser Sohn Florian das PPP-Stipendium bekommen hat. Das Parlamentarische Patenschafts-Programm ist schon etwas sehr besonderes, das war es vor 30 Jahren und ist es bis heute geblieben.

Wenn Florian nun in ein paar Wochen in sein Abenteuer in den USA startet, wird sein Zimmer in Hörstel nicht leer stehen. Sie haben sich dazu entschlossen, selbst eine Gastschülerin aus den USA aufzunehmen. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Familie Cramer: Wir haben uns entschieden Gastfamilie zu werden, weil wir mit zwei früheren Gastkindern aus Frankreich und Spanien sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Auch zu ihnen haben wir noch guten Kontakt und werden die spanische Familie in den Sommerferien besuchen. Wir finden es wichtig, dass unsere vier Kinder weltoffen erzogen werden und sich selbst ein Bild von anderen Menschen und Kulturen machen können, ohne Vorurteile.  Des Weiteren möchte ich etwas von dem zurückgeben, was ich als Austauschschüler erfahren habe und so auch anderen Austauschschülern ein spannendes Jahr ermöglichen.

Was möchten Sie Ihrer Austauschschülerin zeigen und vermitteln?

Familie Cramer: Wir möchten unserer Austauschschülerin einiges von Deutschland zeigen, besonders möchten wir ihr aber die deutsche Lebensart vermitteln und hoffen, dass sie ein Teil unserer Familie wird, und das nicht nur für die Zeit des Austauschs. Ganz nach dem Motto unseres amerikanischen Freundes Bill: „Let`s have an adventure!“

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