Meine ersten Erfahrungen im Schüleraustausch

Jetzt bin ich tatsächlich schon genau einen Monat in den USA. Wenn ich an die letzten vier Wochen zurückdenke, ist schon echt ziemlich viel passiert und ich habe in dieser kurzen Zeit unglaublich viele neue Eindrücke gesammelt.

Ankunft in den USA

Bei meiner Ankunft wurde ich von meiner Gastfamilie sehr herzlich empfangen und sogar mit Geschenken überrascht. Meine Gastfamilie besteht aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater und meinem 13-jährigen Gastbruder. Wir verstehen uns wirklich super und ich habe mich von Anfang an sehr wohlgefühlt. Ich glaube, mit meiner Gastfamilie habe ich wirklich einen Volltreffer gelandet – besser hätte es mich wahrscheinlich kaum treffen können.

Mein neuer Alltag in der Schule

Mein Stundenplan unterscheidet sich schon ziemlich von dem, was ich aus Deutschland gewohnt bin. Ich habe unter anderem English III, Biology, Nutrition Science, Anatomy & Physiology, Strength & Conditioning, Algebra II und US History.

Ein großer Unterschied zu Deutschland ist für mich definitiv der Sport. Hier spielt er im Schulalltag eine viel größere Rolle. Bei mir ist das Ganze in drei Abschnitte aufgeteilt: Zuerst spiele ich drei Monate American Football, danach drei Monate Basketball und anschließend drei Monate Fußball.

Bei meinem ersten American-Football-Spiel durfte ich sogar selbst mitspielen, was definitiv eines meiner bisherigen Highlights war. Ich hätte mir zwar schon vorstellen können, einmal American Football zu spielen, hätte aber nie gedacht, dass ich tatsächlich selbst auf dem Feld stehen würde. In Deutschland ist American Football schließlich eher eine kleinere Sportart. Dass ich während meines Austauschs American Football spielen werde, wusste ich allerdings schon vorher.

Neue Freundschaften

Auch Freunde habe ich schnell gefunden. Schon bevor die Schule überhaupt angefangen hat, hatte ich American-Football-Training und habe dadurch bereits viele Leute kennengelernt. Da ich generell sehr extrovertiert bin, hatte ich dadurch überhaupt keine Probleme, schnell Anschluss zu finden. Ich war von Anfang an viel unter Leuten und habe dadurch schnell neue Freundschaften geschlossen.

Amerikanischer Alltag

Auch außerhalb der Schule habe ich schon richtig viel erlebt. Ich war unter anderem Tuben, beim Cliff-Jumping und Bootfahren. Außerdem war ich in Dallas in vielen verschiedenen Fast-Food-Restaurants, bei einem NFL-Spiel, im Crater of Diamonds State Park und natürlich auch bei Buc-ee’s. Ich wusste vorher schon, dass Buc-ee’s riesig ist, aber dass es wirklich so groß ist, dass es sich fast wie eine eigene Stadt anfühlt, hätte ich dann doch nicht erwartet.

Auch an den amerikanischen Alltag gewöhne ich mich immer mehr. Vieles ist so, wie man es sich vorher vorgestellt hat, anderes wiederum komplett anders. Genau das finde ich bisher besonders interessant. Man kennt die USA natürlich aus Filmen, Social Media und Erzählungen, aber wenn man dann selbst hier lebt, merkt man erst, wie viele kleine Unterschiede es im täglichen Leben gibt.

Mit meinem Englisch habe ich dabei überhaupt keine Probleme, da ich bereits fließend Englisch spreche. Dadurch konnte ich mich von Anfang an problemlos mit meiner Gastfamilie, meinen Freunden und generell mit den Leuten hier unterhalten.

Wenn ich nach meinem ersten Monat ein Fazit ziehen müsste, würde ich auf jeden Fall sagen, dass ich sehr froh bin, hier zu sein. Ich habe bereits viele neue Leute kennengelernt, erste Freundschaften geschlossen, mich gut in meiner Gastfamilie eingelebt und gleichzeitig schon unglaublich viel erlebt.

Und das alles nach gerade einmal einem Monat. Ich bin wirklich gespannt, was die nächsten neun Monate noch so bringen werden …

Liebe Grüße aus Arkansas,

euer Charlie