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Meine Anreise in die USA war schon etwas traurig. Es war schwer zu realisieren, seine Familie für 10 Monate zu verabschieden. Zeitgleich war ich aber auch sehr aufgeregt und gespannt auf das erste Treffen mit meiner Gastfamilie und das neue Kapitel.
Das erste Treffen mit meiner Gastfamilie war sehr liebevoll. Ich bin nachts angekommen und wurde ganz lieb mit Plakaten, Luftballons und einem amerikanischen Cowboyhut empfangen. Nach dem Flughafen sind wir noch kurz essen gegangen. Dort hatten wir die erste Möglichkeit, persönliche Gespräche zu führen und uns besser kennenzulernen.
Zu meiner Gastfamilie gehört meine Gastmutter Noemie, mein Gastvater Josh und zwei ganz liebe Katzen Raul und Tita.
Meine ersten SchultageMeine ersten Schultage waren voller Aufregung. Das Finden der richtigen Klassenräume, die Umstellung auf Englisch und die Aktivitäten am Nachmittag waren zunächst eine Herausforderung. Aber bei allem wurde ich immer sehr viel unterstützt, sowohl von den Lehrern als auch von meinen Mitschülern. Außerdem hatten alle viel Verständnis, wenn ich aus Gewohnheit aus Versehen mal wieder Deutsch gesprochen habe.
Der größte Unterschied zu meiner Schule in Deutschland ist die Gemeinschaft und der Zusammenhalt. Außerdem war es für mich sehr ungewohnt, Notizen bei Tests und Quiz zu benutzen. Zusätzlich steht der Sport hier an erster Stelle bzw. spielt überhaupt eine viel wichtigere Rolle. Durch den gemeinsamen Sport und gegenseitige Anfeuern sind die Gemeinschaft und der Zusammenhalt hier viel größer als ich es aus Deutschland kenne.
Schulfächer und ClubsIn der Schule besuche ich die Fächer Psychology (Psychologie), American Government (amerikanische Politik), Algebra 1 (Mathe), Englisch, Kunst, Physical Science (Physik und Chemie) und World Geography (Welt Geographie).
Momentan mache ich Cheerleading im Club, überlege aber, ob ich zusätzlich der Theatergruppe beitreten soll. Außerdem geh ich in die Study Hall, wo ich Hausaufgaben und andere Aufgaben erledigen kann. Insgesamt komme ich so auf etwa acht Stunden Schule am Tag und zusätzlich zwei Spiele und einmal Training in der Woche.
Der Alltag in der USA ist einerseits vergleichbar zu meinen Alltag in Deutschland, anderseits aber auch ganz anders. Ich erlebe meinen Alltag in der USA freundlicher und liebevoller, da es in hier ganz normal ist, dass man ohne besonderen Anlass gefragt wird, wie es einem geht oder einfach ein Smalltalk angefangen wird. Dadurch wird mein Alltag etwas lebensfreudiger. Vieles ist aber genauso wie in Deutschland. Unter der Woche gehe ich zur Schule und am Wochenende unternehme ich etwas mit meinen Gasteltern. Der gravierendste Unterschied ist für mich, dass in den USA mehr Gemeinschaft existiert und die Menschen sehr offen und freundlich sind.
Unterschiede im AlltagÜberrascht hat mich, dass die Amerikaner ihren Müll nicht trennen, es kein Pfandsystem gibt, überall kostenloses Wasser angeboten wird und man seine Getränke kostenlos auffüllen kann. Aber am meisten überrascht hat mich die Freundlichkeit der Amerikaner. Alle reden miteinander und akzeptieren einen so wie man ist. In den ersten Wochen haben sich sehr viele Menschen für mein Leben in Deutschland interessiert und wollten die Unterschiede kennenlernen. Wir haben uns häufig über Dinge ausgetauscht, die für mich oder sie neu und interessant waren.
Mit freundlichen Grüßen
Leonie
Charlottes Auslandstagebuch USA