Kontaktdaten
- Hansaring 85, 50670 Köln
- Phone: +49 221 91397-33
- Email: office@partnership.de
- WhatsApp: 0163-6397068
- Instagram: partnership_international_ev
Immer wieder fragen uns unsere Freunde und Bekannten, wie wir überhaupt Gastfamilie geworden sind und warum wir das seit Jahren mit so viel Freude machen. In diesem Bericht möchten wir als Familie von unseren Erfahrungen erzählen und vielleicht auch ein paar Tipps für zukünftige Gastfamilien geben.
Schon bevor wir Austauschschülerinnen aufgenommen haben, waren viele Au-pairs aus Italien bei uns. Diese Zeit hat uns gezeigt, wie bereichernd es ist, Menschen aus anderen Kulturen in den eigenen Alltag zu integrieren. Als Gastfamilie erleben wir immer wieder, wie jede Schülerin ihre eigene Persönlichkeit und Kultur mitbringt – oft auch kulinarische Besonderheiten, die wir gerne annehmen (und später sogar weiterführen!).
Für uns bedeutet Gastfamilie zu sein, die eigene Tür und das eigene Herz für Menschen aus aller Welt zu öffnen. Gerade in der heutigen Zeit, in der Verständnis und Zusammenhalt wichtiger denn je sind, möchten wir unseren eigenen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.
In den Medien hört und liest man derzeit viel über die USA. Umso spannender war es im vergangenen Jahr, mit einer Schülerin aus den USA zusammenzuleben. Sie hat uns nicht nur Einblicke in ihren Alltag zu Hause gegeben, sondern auch gezeigt, wie sie ihr eigenes Land kritisch betrachtet.
Austausch bereichert beide SeitenDurch den Austausch verstehen wir besser, wie Menschen in anderen Ländern leben, denken und ihren Alltag gestalten. Auch unsere Freunde sowie die Mitschülerinnen und Mitschüler unserer Gastschülerinnen lernen neue Perspektiven kennen. Das schafft Offenheit, Verständnis und häufig Freundschaften, die weit über den Austausch hinaus bestehen bleiben.
Gleichzeitig finden wir es schön, den Schülerinnen die Möglichkeit zu geben, unvergessliche Erfahrungen zu sammeln, Deutschland kennenzulernen und ihren Horizont zu erweitern. Es ist jedes Mal spannend zu beobachten, wie sie sich im Laufe des Jahres weiterentwickeln – gerade in einer Lebensphase, in der oft wichtige Entscheidungen für Studium oder Beruf anstehen.

Dieses Schuljahr haben wir Lilly aus Kansas bei uns aufgenommen. Es war eine besonders schöne Erfahrung, weil sie sich vollständig in unsere Familie integriert hat, ihren Alltag gerne mit uns geteilt hat und immer neugierig und wissbegierig war. Besonders interessant war für uns der Vergleich zwischen ihrem Leben in den USA und ihrem Alltag in Deutschland.
Man sagt, Austausch baut Vorurteile ab – und das stimmt. Gleichzeitig versteht man oft besser, wo bestimmte Stereotype herkommen und dass manche vielleicht doch einen wahren Kern haben.
Für uns als Stadtmenschen war es besonders spannend, mit jemandem zusammenzuleben, der auf dem Land aufgewachsen ist und das Leben in der Großstadt zunächst als ungewohnt oder sogar überfordernd empfand. Umso schöner war unser gemeinsamer Urlaub an der Nordsee. Dort konnten wir die entspannte Atmosphäre genießen und bewusst Zeit miteinander verbringen – etwas, das im Schul- und Arbeitsalltag oft zu kurz kommt. Ein weiteres Highlight war es, Lillys Familie in den Osterferien kennenzulernen.
Wenn es die Zeit zulässt, lohnt es sich, die Schülerinnen beim Deutschlernen regelmäßig mit geeigneten Lernmaterialien zu unterstützen. Das hilft nicht nur beim Spracherwerb, sondern bietet auch viele Gelegenheiten für Gespräche. Gerade bei eher schüchternen Schülerinnen kann das den Einstieg erleichtern. Gleichzeitig entdeckt man dabei die Besonderheiten der eigenen Sprache ganz neu. Im Alltag sollte außerdem möglichst viel Deutsch gesprochen werden.
Hilfreich ist es auch, wenn die Schülerinnen in der Schule eine Patin oder einen Paten haben. Diese können bei Fragen zu Vertretungsstunden, Unterrichtsausfall oder der Mensa unterstützen und den Einstieg in den Schulalltag erleichtern. Denn Schule funktioniert in jedem Land anders – manchmal sogar völlig anders.

Uns ist es wichtig, mit einer offenen und realistischen Erwartungshaltung in die Zeit als Gastfamilie zu gehen. Jede Schülerin ist anders, und jede gemeinsame Zeit entwickelt sich auf ihre eigene Weise. Eine enge, langjährige Freundschaft lässt sich nicht erzwingen – und das muss sie auch nicht.
Mit manchen ehemaligen Austauschschülerinnen stehen wir bis heute in engem Kontakt, mit anderen weniger. Umso schöner ist es, wenn sich eine besondere Verbindung entwickelt, die über den Austausch hinaus bestehen bleibt. Doch unabhängig davon ist jede Begegnung auf ihre eigene Art wertvoll und bereichernd.
Liebe Grüße von Familie Verhoeven!
Lilly in den USA: Mission Ausland: Erfolgreich abgeschlossen!