Mein Austausch

Hallo zusammen!

Vor Kurzem bin ich aus Kanada nach Deutschland zurückgekehrt und möchte in diesem Bericht einige zentrale Erfahrungen teilen.

Gastfamilienwechsel

Nach anfänglich positiven Eindrücken stellte sich mit der Zeit heraus, dass das Zusammenleben mit meiner ersten Gastfamilie zunehmend schwierig wurde. Das Verhältnis war angespannt, und ich fühlte mich nicht mehr willkommen. Gespräche mit Freunden in Kanada sowie meiner Familie in Deutschland bestärkten mich schließlich in meinem Wunsch, die Gastfamilie zu wechseln – was mir nicht leichtfiel, da ich gehofft hatte, von Anfang an gut anzukommen.

Nach einem Konflikt mit meiner Gastmutter wandte ich mich an meinen lokalen Koordinator. Das Gespräch verlief konstruktiv, und innerhalb kurzer Zeit wurde eine neue Gastfamilie für mich gefunden. Die Mitteilung an meine bisherige Gastfamilie führte ich ohne Unterstützung, was emotional herausfordernd war – in vergleichbaren Fällen würde ich künftigen Austauschschüler:innen raten, sich von einer Betreuungsperson begleiten und unterstützen zu lassen.

Der Wechsel erfolgte am darauffolgenden Tag. Der Empfang durch meine neue Gastfamilie war herzlich und offen – ich fühlte mich sofort wohl. Die verbleibenden vier Wochen meines Aufenthalts zählten zu den schönsten meines Lebens. Gemeinsame Interessen, gute Gespräche und zahlreiche Ausflüge prägten diese Zeit. Ich bin dankbar, in dieser Familie ein zweites Zuhause gefunden zu haben.

Fazit

Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten war mein Auslandsjahr eine unglaublich prägende und bereichernde Erfahrung. Ich habe Freundschaften mit Menschen aus aller Welt geschlossen und bin als Persönlichkeit gewachsen.

Mein größter Rat an andere Austauschschüler:innen: Hört auf euer Bauchgefühl und scheut euch nicht, frühzeitig Hilfe zu suchen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Chance mit einem PI-Stipendium wahrnehmen durfte und die Erlebnisse mit nach Hause nehmen kann – sie haben mich nachhaltig verändert und gestärkt.

Karla