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Jule und Vanda haben jeweils ein Schulhalbjahr in Irland verbracht und während ihres Schüleraustauschs das Transition Year besucht. Da sich das Transition Year stark vom deutschen Schulsystem unterscheidet und auch von einer irischen Schule zur anderen anders aussehen kann, teilen sie hier ihre Erfahrungen.
Jeder, der überlegt ein Auslandsjahr zu machen, wird sich irgendwann die Frage stellen, welches Land für ihn persönlich dann das richtige Land ist, um mehrere Monate dort zu leben. Auch ich habe mir 2024 diese Frage gestellt und das Transition Year, abgekürzt TY, war tatsächlich einer der Gründe, warum ich mich für Irland entschieden habe.
Aber was ist das Transition Year eigentlich?Wie man es sich aus dem Namen schon herleiten kann, ist das TY eine Art „Übergangsjahr“. Das irische Schulsystem unterscheidet sich deutlich von dem deutschen Schulsystem. Statt, wie zum größten Teil in Deutschland üblich, die Grundschule vier Jahre lang zu besuchen, verbringen irische Kinder die ersten sechs Jahre ihrer Schullaufbahn in der Primary School. Dann wechseln sie auf die Secondary School und schreiben dort nach den ersten drei Jahren, dem sogenannten Junior Cycle, ein großes Exam. Anschließend können sie sich entscheiden, ob sie das Transition Year besuchen oder direkt ins darauffolgende 5th Year springen wollen. Das TY ist also freiwillig und wird angeboten, damit Schüler durch Praktika, Ausflüge und Workshops die Möglichkeit bekommen, praktische Erfahrungen zu sammeln, die möglicherweise auch für die spätere Berufswahl hilfreich sein können. Noten stehen also eher an zweiter Stelle und es werden keine großen Examen geschrieben. Da eines meiner Ziele für mein Auslandsjahr war, neue Erfahrungen zu sammeln und nicht so viel Schulstress zu haben, schien das TY perfekt für mich zu sein.
Mein SchulalltagMein Schultag hat jeden Tag um 8.50 Uhr begonnen und endete um 15.45 Uhr. Freitags war unser kurzer Tag und wir durften schon um 13.05 Uhr nach Hause gehen. Jede Schulstunde in Irland dauerte 40 min und wir hatten eine 40-minütige Mittagspause. Meinen Stundenplan habe ich am ersten Schultag bekommen und neben den Kernfächern wie Mathe, Englisch und Französisch standen auch Fächer wie Business und Home Economics darauf. In Home Economics haben wir zwar auch normalen Unterricht gehabt und viel über die Hygiene in Bezug zu Essen gelernt, aber wir durften auch selber einige Kleinigkeiten backen und kochen, beispielsweise Pizza.
Außerdem hatten wir jeden Donnerstag unterschiedliche Workshops, wie Schach, Tanzen, Fotographie und Haarpflege und für jeden war etwas dabei. Zusätzlich ist unser Jahrgang schon in meiner ersten Schulwoche nach Dublin zu einer Ausstellung eines Wissenschaftswettbewerbs gefahren und auch im Laufe des Halbjahres haben wir noch einige Ausflüge unternommen.
Dienstags hingegen sind wir nicht zur Schule gegangen, sondern konnten uns eine Stelle für ein Praktikum suchen. Ich habe in einem Restaurant gelernt zu Kellnern und auch wenn es mir persönlich nicht so gut gefallen hat, konnte ich viel lernen und wurde vor einige Herausforderungen gestellt.
Allgemein kann ich sagen, dass mir das TY, vor allem im Vergleich zur deutschen Schule, sehr gut gefallen hat. Dank dem wenigen Stress konnte ich die Monate in der irischen Schule wirklich genießen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Zwar habe ich auf akademischer Ebene nicht so viel mitnehmen können, da das Niveau deutlich niedriger war als auf meiner deutschen Schule, aber die Workshops und Ausflüge haben viel Spaß gemacht und mittlerweile konnte ich sogar den Schachcomputer das ein oder andere Mal besiegen 🙂
Für mich persönlich war es also auf jeden Fall die richtige Entscheidung und ich hatte eine tolle Zeit in Irland.
Liebe Grüße
Jule 🙂
Hallo allerseits!
Die wohl größte Entscheidung vor einem Austausch in Irland ist: Soll ich 5th Year oder Transition Year besuchen?
Beide haben immense Vorteile und sind einfach von Grund auf extrem unterschiedlich. Weil aber Transition Year so exklusiv nur in Irland ist, fragt man sich natürlich zuerst, was ist das überhaupt?
Transition Year ist ein optionales Schuljahr in Irland, welches mit keinem in Deutschland verglichen werden kann. Im Vordergrund steht in dem Jahr nämlich nicht das akademische Lernen, sondern besonders die persönliche Weiterentwicklung. Hierbei unternehmen die Klassen sehr viele Ausflüge, teilweise auch mit Übernachtungen und einmal ins Ausland. Sie nehmen aber auch an vielen kulturellen und sportlichen Events teil. Die SchülerInnen der TY Klassen sind meist 14/15 Jahre alt.
Hingegen ist 5th Year ein akademisch sehr herausforderndes Jahr, was aber den Vorteil mit sich bringt, sich eine mehr fortgeschrittene Sprache anzueignen und mehr vom gewöhnlichen Schulalltag in Irland mitzubekommen.
Am Anfang habe ich 5th Year besucht. Schon nach kurzer Zeit habe ich mich jedoch dafür entschieden, zu TY zu wechseln. Dies liegt natürlich nicht daran, dass 5th Year schlecht auf irgendeine Weise ist, eher ging es mir darum, dass ich das Gefühl hatte, Irland in den vier Monaten, die ich dort verbracht habe, mit den Ausflügen von TY, möglichst vielfältig zu erleben. Auch wollte ich meine kurze Zeit dort ohne Prüfungs- und Hausübungsstress verbringen.
In TY hatten wir fixe Fächer, wie Englisch, Mathe oder Irisch (für die Austauschschüler eine Freistunde:)), zusätzlich hatten wir jedoch auch Module. Diese waren bspw. „Home Economics“, wo wir Rezepte gelernt haben oder „Hair and Beauty“, das, wie der Name schon sagt, uns Schönheit und Körperpflege näher bringen sollte.
Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber die Module sollten sich alle drei Monate abwechseln.
Mein Wochenhighlight in der Schule war aber immer „Herbology“. Am Anfang des Schuljahres konnte man eines von vier Fächern wie „Videology“ (einen ganzen Kurzfilm im Schuljahr drehen) , „Junk Couture“ (aus Müll ein Kleid designen) , „Astrology“ und eben „Herbology“ wählen. In Herbology haben wir eigentlich jede Stunde nur Pflanzen umgepflanzt oder gepflegt, es herrschte aber immer eine sehr entspannte Stimmung, teils weil wir immer im Schulhof waren. Man konnte währenddessen auch neue Mädchen kennenlernen 🙂
Ausflüge und AktivitätenUnsere Ausflüge waren extrem vielfältig: Während wir in einer Woche noch Schlangen in einem Zoologischen Garten in unseren Händen halten durften, haben
wir die anderen Wochen Trips mit Übernachtung im Wald gehabt oder Motivationsgespräche für junge Mädchen beim „Shine-Festival“ angeschaut.
Auch gab es für TY extra Aktivitäten in der Schule, die andere Jahrgänge nicht hatten: Unter anderem durften wir zu Halloween Kürbisse schnitzen und es gab auch einen Wettbewerb! (Meiner hat nicht gewonnen:( )
Gefühlt waren wir aber kaum in der Schule, was vor allem an den Trips und der „Work Experience“ lag. Die „Work Experience“ ist ein Praktikum, das an einem Tag in der Woche jede Woche stattfindet. Wo man seine Work Experience absolviert, kann man sich aussuchen.
Persönlich war ich bei einem Optiker, wo ich mit zwei super netten Frauen gearbeitet habe und Kontakt auch mit KundInnen hatte. Zusätzlich war das also eine wirklich tolle Möglichkeit, noch mehr mit Muttersprachlern zu interagieren!
Alles in allem kann ich Dir also TY empfehlen, wenn Du Lust hast, etwas ganz anderes zu erleben, was es in Deutschland nicht gibt.
Alles Liebe,
Vanda
Idas Auslandstagebuch SC, USA