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Hallo Zusammen,
Die Rückkehr nach Hause war für mich ein schönes, aber auch etwas ungewohntes Erlebnis. In den ersten Tagen habe ich mich ziemlich schnell wieder eingelebt, trotzdem hatte ich das Gefühl, innerlich noch nicht ganz angekommen zu sein. Viele Dinge waren vertraut, aber ich habe sie gleichzeitig mit anderen Augen gesehen. Der Alltag hier wirkte am Anfang fast ein bisschen stiller und vorhersehbarer als das, was ich aus meinem Gastland gewohnt war.

Besonders aufgefallen ist mir, dass ich mich wieder an die deutsche Sprache in jeder Alltagssituation gewöhnen musste. Während meines Aufenthalts war es normal geworden, ständig zwischen Sprachen und Denkweisen zu wechseln. Zuhause war das plötzlich nicht mehr nötig, was sich erst einmal seltsam angefühlt hat. Auch kleine Routinen, die im Ausland selbstverständlich waren, haben mir zeitweise gefehlt, vor allem die Menschen und das Gefühl, jeden Tag etwas Neues entdecken zu können.
Wenn ich auf meine gesamte Zeit im Ausland zurückblicke, bleiben mir vor allem die Begegnungen mit Menschen in Erinnerung. Viele dieser Kontakte waren zunächst ungewohnt, manchmal auch herausfordernd, aber genau daraus sind die besten Erfahrungen entstanden. Ich habe gelernt, offener auf andere zuzugehen und Gespräche zu führen, auch wenn nicht alles sofort perfekt lief. Neben diesen sozialen Erfahrungen waren auch alltägliche Situationen prägend, weil sie mich gezwungen haben, selbstständiger zu handeln und Lösungen zu finden.
Umgang mit UnsicherheitenNatürlich gab es auch schwierige Momente. Am Anfang war es nicht immer einfach, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und sprachlich sicher zu fühlen. Es gab Situationen, in denen ich mich unsicher oder missverstanden gefühlt habe. Rückblickend waren genau diese Phasen aber besonders wichtig, weil ich daran gewachsen bin. Ich habe gelernt, geduldiger mit mir selbst zu sein und nicht zu streng zu reagieren, wenn etwas nicht sofort funktioniert.
Aus meinem Auslandsaufenthalt nehme ich vor allem mehr Selbstvertrauen und Selbstständigkeit mit. Ich habe verstanden, dass man sich an viel mehr anpassen kann, als man vorher denkt, und dass Unsicherheit ein normaler Teil von neuen Erfahrungen ist. Diese Zeit hat mir geholfen, gelassener zu werden und Herausforderungen weniger als Problem, sondern eher als Lernprozess zu sehen.
Für zukünftige Teilnehmende würde ich vor allem empfehlen, offen und neugierig zu bleiben, aber gleichzeitig keine zu hohen Erwartungen an sich selbst zu stellen. Es ist völlig normal, dass nicht alles sofort klappt. Wichtig ist, dran zu bleiben, auch wenn es manchmal anstrengend ist, und die kleinen Momente im Alltag bewusst wahrzunehmen. Genau dort entstehen oft die wertvollsten Erinnerungen.
Vielen Dank für die Begleitung während der gesamten Zeit.
Liebe Grüße
Paul
Gastfamilien im Fokus: Warum wir unser Zuhause teilen