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Mittlerweile bin ich wieder in Deutschland und kann kaum glauben, dass mein Auslandsjahr vorbei ist. Ich vermisse meine Freunde und meine Gastfamilie in Amerika sehr, bin aber unglaublich dankbar für all die schönen und wertvollen Erfahrungen.
Besonders der letzte Monat war vollgepackt mit Events – von Banquets und Award Nights über Senior-Aktivitäten, Prom und Graduation bis hin zu einem Powderpuff-Turnier, bei dem die Jahrgänge Flag Football gegeneinander gespielt haben. Auch die Trainings, die von uns Schüler:innen organisiert wurden, haben eine Menge Spaß gemacht.
Ich war das ganze Jahr über Teil des Mock-Trial-Teams an meiner Schule, zusammen mit meiner damaligen Gastschwester. Wir haben bei unterschiedlichen Veranstaltungen und Wettbewerben teilgenommen. Dort habe ich viel gelernt, konnte viele neue Leute kennenlernen und etwas Neues ausprobieren – was ich jedem nur empfehlen kann. Probiert einfach Sachen aus, die ihr sonst wahrscheinlich nie machen würdet!
Prom an meiner Schule war sehr schön und ähnlich, wie ich es erwartet hatte. Wir haben uns in einer großen Gruppe morgens getroffen, uns gemeinsam fertig gemacht, Fotos an einer schönen Location gemacht, sind essen gegangen und haben später den Abend tanzend in der Stadt verbracht.
Track and Field war ebenfalls ein großer Teil meines Alltags. Nach dem anstrengenden Training sind wir oft zum Fluss oder Eisessen gegangen. Als die Saison vorbei war, habe ich viel Zeit mit Freund:innen verbracht – es war eine sehr entspannte Zeit.
Graduation war auf jeden Fall eines meiner Highlights. Schon die ganze Woche davor gab es viele Events wie Senior Sunset,
Elementary School Walk, Paper Toss – es hat sich alles wie in einem Film angefühlt. Obwohl ich eigentlich Junior war, konnte und durfte ich viel Zeit mit meinen Senior-Freund:innen verbringen. Die Graduation – Zeremonie selbst war lang, aber schön, und den Hut am Ende zu werfen war wie in einem Traum. Meine Gastfamilie und Freunde waren da und ich habe meine Lehrer:innen zum letzten Mal gesehen. Es war ein sehr emotionaler Tag, weil ich angefangen habe zu realisieren, dass das hier bald alles vorbei ist.
Ein weiteres Highlight war es, mit Freunden wandern zu gehen. Fast jedes Wochenende waren wir mehrere Stunden in Oregons wunderschöner Natur unterwegs – jedes Mal ein neues Abenteuer. Ich bin auch regelmäßig mit Freund:innen und meiner Gastschwester Paddle Boarden gegangen, was sehr viel Spaß gemacht hat. Ich würde das hier in Deutschland gerne weiterhin machen.
Der Abschied fiel mir sehr schwer. An meinem letzten Tag war ich mit meiner Gastfamilie in der Stadt essen, abends kamen Freund:innen vorbei, und um 4 Uhr morgens ging es zum Flughafen. Dort sind viele Tränen geflossen – es fühlte sich alles sehr surreal an. Im Flugzeug habe ich dann viel geschlafen. Die Freude, meine Familie in Frankfurt wiederzusehen, war natürlich riesig, und in den nächsten Tagen habe ich ein paar Freund:innen zu Hause überrascht, weil sie nicht wussten, wann ich zurückkomme.
Ich hatte eine wundervolle Zeit und mein Austauschjahr war insgesamt eine sehr wertvolle Erfahrung. Mein erstes und zweites Semester waren dabei sehr unterschiedlich. Anfangs habe ich viel Zeit mit meiner ersten Gastfamilie verbracht, lebte weiter von der Schule entfernt und hatte weniger Freiheit. Nach dem Wechsel im Januar war ich dann fast nur noch draußen, näher an der Schule und viel mit Freund:innen oder meiner neuen Gastfamilie unterwegs.Beide Familien waren sehr verschieden – die erste eher strukturiert und organisiert, die zweite offen und entspannt. Der
Wechsel war nicht leicht, aber im Nachhinein das Beste, was mir zu dieser Zeit passieren konnte. Ich habe viel über mich gelernt, bin offener geworden, neugieriger, abenteuerlustiger und entspannter im Umgang mit Herausforderungen. Ich habe gelernt, auf neue Menschen zuzugehen, und viele Freundschaften mit ganz unterschiedlichen Menschen geschlossen. Ich habe auch gelernt, mehr draußen zu sein – Oregon ist perfekt zum Wandern, Schwimmen, Paddleboarden oder Campen, und ich hätte nie gedacht, dass mir das so gefallen würde. Auch mein Englisch hat sich verbessert, aber vor allem habe ich wichtige Lebenserfahrungen gesammelt.

Ich möchte in Zukunft auf jeden Fall weiter reisen und neue Kulturen kennenlernen. Ich bin sehr dankbar für diese Chance und die vielen weltweiten Kontakte, die ich knüpfen konnte. Ich freue mich auf das Nachbereitung Seminar und hoffe, auch in Zukunft in Kontakt mit dem Programm zu bleiben – ich habe mich das ganze Jahr über sehr unterstützt gefühlt.
Seid offen für Neues, sagt öfter mal „Ja“, und traut euch, Sachen auszuprobieren, die ihr euch sonst vielleicht nicht getraut hättet. Die Leute in den USA sind oft super offen und interessiert also geht auf sie zu, auch wenn’s Überwindung kostet.
Und: Auch schwierige Zeiten gehören dazu. Seht sie nicht als Rückschritt, sondern als Herausforderung, an der ihr wachsen könnt. Bei mir war der Familienwechsel sehr hart – aber im Nachhinein war´s der wichtigste und beste Teil meines Austauschs.
Liebe Grüße,
Mirena
Charlotta in den USA: Abschied von den USA